Dienstag, 10. April 2012

Wandel der Gesellschaft und die Trägheit der Politik

..dass alles, was gesagt werden muss, "Grass" ausgedrückt, noch lange nicht gesagt worden ist. 

Da werden zum Beispiel die Piraten heftig kritisiert und dabei vollkommen übersehen, dass es sich nicht um irgendein abstraktes Gebilde, sondern um Menschen und Wähler handelt, welche zwar zum großen Teil nur aus Protest zu Piraten geworden sind, sich mit der gegebenen Politik einfach nicht mehr abfinden bzw. in der Zeit des modernen Internet all das, was ihnen politisch geboten wird, kritiklos nicht mehr hinnehmen wollen. Und das ist auch gut so, wirft man nur einen Blick auf Stadt Berlin, welche mittlerweile zur Hartz IV Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland geworden ist. Was bietet uns denn die Politik noch und was haben wir von ihr zu erwarten? Das Wort „Sozial“, so scheint es, ist ihr ein Fremdwort geworden. Die Schere zwischen arm und reicht wurde und wird immer größer, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Programme der großen Parteien in Deutschland kann man im Grunde genommen als Einheitsbrei bezeichnen, der uns von einer alternativlosen Bundeskanzlerin, welche wie eine Glucke über ihre Minister und Ministerinnen wacht, damit ja niemand über die Stränge schlägt und von überalterten Führungsspitzen der übrigen Parteien, welchen jugendlicher Leichtschritt schon längst abhanden gekommen ist, vorgesetzt  wird. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass an der deutschen Politik die Zeichen der Zeit spurlos vorüber gegangen sind, was man von politischen Personen nicht behaupten kann. Aber auch hier gilt das Sprichwort: „Wer zu spät kommt, wird vom Leben bestraft.“ Wir leben nunmehr in einer digitalisierten Welt, in der Nachrichten überall, alle Zeit aktuell vorhanden und verfügbar sind. Nicht nur deshalb hat sich das Wesen der Politik auch auf die Moderne einzustellen, will sie nicht zu alten Kamellen zählen, welche schließlich und endlich keiner mehr haben will. Probleme, an denen unsere Gesellschaft akut leidet, müssen aktiv und offen angegangen werden, anstatt sich darüber hinter geschlossen Türen still und heimlich zu beraten und politisch nur mit der Behandlung von irgendwelchen nebensächlichen Symptomen öffentlich in Erscheinung zu treten, welche kaum jemanden interessieren. Mit geöffneten Augen hat die Politik die großen gesellschaftlichen Probleme (Krankheiten) zu betrachten, zu erkennen und zu Lösungen zu führen. Das Vorgehen von Ramsauer gegen Kampf-Radler ist damit z.B. nicht gemeint. Die Menschen (Wähler) wollen Veränderungen sehen, die für alle etwas bringen und wollen schließlich und endlich auch mitgestalten, vor Ort, auf Bundes- und auf EU-Ebene. Potenzielle Wähler wollen gehört werden, ihrerseits aber Worte wie "ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen" nicht hören.    

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